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Faktencheck zum Umbau Adenauerplatz

Wir von der Initiative Gründerzeitviertel (IGZV) sind höchst alarmiert, wie mit der Unterschriftenaktion gegen den Umbau des Adenauerplatzes und u.a. auch in der Presse ein demokratischer Prozess diskreditiert wird, der so transparent und mit soviel Beteiligung wie möglich stattgefunden hat.

In den von verschiedenen Anwohnern, Gewerbetreibenden und Institutionen zahlreich besuchten Treffen mit dem Planungsbüro, organisiert vom Quartiersmanagement, hat ein Austausch der unterschiedlichen Positionen zu den vielfältigen Aspekten der Neugestaltung des Adenauerplatzes stattgefunden.


Hier kommen die Fakten:

  1. Die zentrale und nicht wegzudenkende Voraussetzung der jetzigen Umbaupläne ist die allseits gelobte Sanierung und Neugestaltung der Stadtbibliothek mit ihrer Öffnung zum Adenauerplatz hin.

  2. Der Zustand des Platzes und seiner Bäume machen eine Überarbeitung unumgänglich.

  3. Der Gestaltungsprozess mit Bürgerbeteiligung läuft seit 2021.

  4. Er hat in einem regelmäßig tagenden Arbeitskreis stattgefunden unter Beteiligung von Vertreterinnen der Nachbarschaft, der Unternehmen & Gastronomie, der Stadtbibliothek, der Caritas, der IGZV, des Quartiersmanagements Gladbach & Westend und dem Planungsbüro aus Berlin (plankontext - www.plancontext.de).

  5. Alle Beteiligten rund um den Adenauerplatz haben ihre ureigensten Interessen: Kompromisse sind demnach unumgänglich.

  6. Die IGZV hat durch den Nachbarschaftskreis Adenauerplatz die Gedanken und Wünsche in der Nachbarschaft erfragt, zusammengefasst, eigene Konzepte entwickelt und u.a. schriftlich an die Planer übermittelt. Der allgemeine Wunsch: Der Charakter des Platzes als grüne Oase in der Innenstadt sollte erhalten bleiben.

  7. Der Vorstand der IGZV hat 2021 den sehr deutlichen Auftrag aus der Mitgliederversammlung erhalten, sich für die Erhaltung und Pflege der vorhandenen Bäume einzusetzen. Auch die Erweiterung des Bestandes stand im Fokus.

  8. 2021 hat die IGZV ein unabhängiges Gutachten zum Zustand des Baumbestandes eingeholt.

  9. Das Planungsbüro hat gut mit allen zusammengearbeitet und versucht alle Interessen, vor allem, was den Charakter des Platzes, aber auch die Parksituation angeht, zu berücksichtigen.

  10. In diesem Prozess sind immer wieder im Sinne tragfähiger Kompromisse Anregungen und auch Bedenken in die Planungen eingeflossen.

  11. Zur Information der Bürgerinnen und Bürger gab es zwei Informations- und Diskussionsveranstaltungen, eine ganztägige Bürgersprechstunde mit Stefan Sturm jeweils in der Albertuskirche und sowie ausführliche Medienberichte.

  12. Seit Beginn des Prozesses kann alles im Internet verfolgt werden unter: qm.mg

  13. Das Quartiersbüro bot zudem die Möglichkeit zur Onlinebefragung der Bürgerinnen und Bürger, was sehr rege genutzt wurde.

  14. Die IGZV informierte über Ihre Website, die sozialen Medien und durch den Newsletter für die Mitglieder, warb für die Informationsveranstaltungen, diskutierte bei den Viertelstammtischen.

  15. Und es wurde heftig diskutiert, u.a. über das Thema Parkplätze am Adenauerplatz. Hierzu gibt es in der Nachbarschaft durchaus sehr unterschiedliche Meinungen.

Die meisten Parkplätze entfielen schon während der Bauzeit der Bibliothek. In den letzten Planungen sind dann nur noch sehr wenige weitere Parkplätze weggefallen. Machen wir uns ehrlich: Wer parkt tagsüber im Gründerzeitviertel? Es sind Menschen, die die Innenstadt besuchen und lieber draußen mehr bezahlen als im Parkhaus um die Ecke.


Im Umfeld der Unterschriftenaktion brodelt die Gerüchteküche, bei der einzelne Aspekte der Neugestaltung aus dem Zusammenhang gerissen, verfälscht und in andere Kontexte gesetzt werden.

Beispiele für die "Flüsterpost" rund um den Umbau Adenauerplatz:

  • Der Platz wird umgebaut, ohne das man die Nachbarschaft, bzw. die Bürgerinnen und Bürger gefragt hätte - mal wieder!

  • Der Umbau wäre unnötig und zu teuer, die Stadt hat ja eh kein Geld!

  • Es würden wieder hohe Sträucher gepflanzt, die der Drogenszene Deckung geben könnten, pflegeintensiv sind... ( Fakt: Es wird Staudenbeet angelegt, bunt und insektenfreundlich...)

  • Beim Trödelmarkt auf dem Adenauerplatz wurde ernsthaft erzählt, dass alle Bäume wegkommen oder wahlweise alle Parkplätze.

Es stimmt, dass es im Gründerzeitviertel unterschiedliche Meinungen gibt. Das Viertel ist sehr bunt! Aber es stimmt nicht, dass wieder einmal niemand gefragt wurde. Das ungestraft zu behaupten ist schlichtweg falsch!


P.s.: Ach übrigens...

Finanziert wird der Umbau im Rahmen der Förderung des Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept durch das Land NRW, Bundes- und EU-Mitteln.

Die ersten Bürgerbeteiligungen hierzu in Form von Befragungen auf dem Adenauerplatz gab es schon 2017/18.

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