Es war einmal ein Bücherschrank....



Tja, man fragt sich manchmal, was so los ist in der Stadt!


Ich höre und lese immer wieder, wie häßlich es hier ist, wie blöd die Menschen, wie unfähig die Politik, wie unsinnig alles und jedes ist, weil dieser Stadt eh nicht mehr zu helfen ist.


Wenn sich Bürger*innen in ihren Vierteln zusammentun, um selbst etwas anzupacken, werden sie nicht selten belächelt oder kritisiert, weil der Gladbacher an sich ja eigentlich gerne alles beim Alten lässt, frei nach dem Motto:" Dat bruuke mer net, dat hant mer noch nie gebruk!" So könnte man denken, tu ich aber nicht!


Interessant ist, dass Menschen, die von außerhalb in die Stadt kommen, alles gar nicht so schlimm finden. Ich als "Eingeborene" lebe auch immer noch gerne hier und möchte mitgestalten.


Gut, Mönchengladbach und insbesondere Rheydt sind im zweiten Weltkrieg gründlich kaputt gebombt und anschließend sehr schlecht wieder aufgebaut worden. An diesen Sünden leiden wir noch heute und die ganze "Bauerei" mit und ohne Sichtachsen orientiert sich nicht zwingend immer an den Interessen der Menschen.


Nun zu unserem Bücherschrank an der Alten Tanke:


Der wurde von der Initiative Gründerzeitviertel und der Nachbarschaft selbsttätig in Stand gesetzt und wird seither von vielen Menschen intensiv genutzt: ein Erfolgsmodell.

Jetzt hat ihn jemand abgefackelt!


Das macht die Stadt nicht wirklich schöner, um es mal ganz platt zusagen!


Leider passiert so etwas viel zu oft:

Ob es liebevoll geschmückte Tannenbäume in der Eickener Fußgängerzone, selbst gebaute Tauschstationen auf der Eickener Straße, ein liebevoll selbst gestalteter Platz an der Alten Tanke oder eben Bücherschränke sind, immer kommt irgend ein Depp vorbei und randaliert.


"Ton Steine Scherben" haben seinerzeit gesungen: "Macht kaputt, was Euch kaputt macht!"

Ich weiß nicht, ob damit die Ergebnisse des bürgerschaftlichen Engagements gemeint waren, da wüsste ich anderes!

... und jetzt mal ganz böse: was passiert, wenn man anfängt Bücher zu verbrennen, kennen wir schmerzlich aus der Geschichte unseres Landes.


So, das musste mal raus!


Lasst Euch die Lust, den Mut und die Kraft zum Anpacken und Mitgestalten nicht verderben!


In diesem Sinne: Lott jonn!

Monika Hintsches

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